Der Melbourne-Fragebogen zur Entscheidungsfindung basiert auf dem Flinders-Fragebogen und identifiziert vier latente Variablen oder Faktoren, die den Entscheidungsprozess beeinflussen:
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Wachsamkeit (Vigilance): Dieser Faktor spiegelt die Tendenz einer Person wider, Informationen vor einer Entscheidung gründlich und sorgfältig zu analysieren. Menschen mit einem hohen Maß an Wachsamkeit neigen dazu, alle Aspekte eines Problems oder einer Situation sorgfältig abzuwägen, bevor sie eine endgültige Entscheidung treffen.
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Vermeidung (Buck-passing): Dieser Faktor beschreibt das Bestreben, eine Entscheidung zu vermeiden oder die Verantwortung auf andere zu übertragen. Personen mit einem hohen Maß an Vermeidung können Unsicherheit oder Angst vor der Entscheidungsfindung verspüren und ziehen es vor, diese aufzuschieben.
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Prokrastination (Procrastination): Dieser Faktor spiegelt die Neigung wider, die Entscheidungsfindung hinauszuzögern oder auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Menschen mit einer hohen Ausprägung in diesem Bereich neigen dazu, Entscheidungen aufgrund von Unentschlossenheit, Unsicherheit oder Angst vor dem Scheitern aufzuschieben.
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Hypervigilanz (Hypervigilance): Dieser Faktor spiegelt eine übermäßige Wachsamkeit oder den panischen Versuch wider, unter Zeitdruck eine Lösung zu finden. Menschen mit einem hohen Grad an Hypervigilanz schenken Details oft zu viel Aufmerksamkeit und streben nach einer perfekten Lösung, was zu einem überstürzten oder blockierten Entscheidungsprozess führen kann.
Online-Test
Anweisung:
Menschen unterscheiden sich in der Art und Weise, wie sie Entscheidungen treffen. Bitte geben Sie an, wie genau Sie Entscheidungen treffen – wählen Sie für jede Frage die Antwort aus, die Ihrem üblichen Entscheidungsstil am ehesten entspricht.