Fragebogen zur neuropsychischen Stabilität „Prognose-2“

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Der Fragebogen zur Erfassung der neuropsychischen Belastbarkeit „Prognose-2“ stellt ein kurzes psychodiagnostisches Verfahren dar, das zur Einschätzung des Ausmaßes der psychischen Widerstandsfähigkeit gegenüber Stressbelastungen entwickelt wurde, insbesondere unter Bedingungen erhöhter Beanspruchung. Das Verfahren findet Anwendung in unterschiedlichen Kontexten: bei Auswahlprozessen für Tätigkeiten mit erhöhten Anforderungen an Selbstregulation und Verhalten unter Extrembedingungen, in der klinischen Praxis sowie im Rahmen psychologischer Beratung.

Der Schwerpunkt liegt auf der Erfassung verhaltensbezogener und emotionaler Reaktionsmuster unter psychophysiologischer Anspannung. Die Items beziehen sich auf die Wahrnehmung von Stressbelastungen, habitualisierte Verhaltensstrategien, emotionale Reaktionen sowie die Fähigkeit zur Aufrechterhaltung von Selbstkontrolle.

Als Ergebnis wird eine zusammenfassende Einschätzung des Niveaus der neuropsychischen Belastbarkeit gewonnen — von unzureichend bis hoch ausgeprägt. Dieser Indikator ermöglicht Aussagen darüber, in welchem Ausmaß unter Belastung zu dysadaptiven Reaktionsweisen tendiert wird, inwiefern Kontrolle in anspruchsvollen Situationen aufrechterhalten werden kann und wie adäquat Realität wahrgenommen sowie Verhalten reguliert wird. Das Verfahren erfordert keine spezielle Vorbereitung und ist sowohl in Einzel- als auch in Gruppensettings einsetzbar.


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Instruktion:

Es werden 70 Fragen vorgelegt, die auf die Erfassung bestimmter Persönlichkeitsmerkmale ausgerichtet sind. Die Beantwortung sollte offen erfolgen, ohne längeres Nachdenken über den Inhalt der Fragen; empfohlen werden spontane, naheliegende Antworten. Es gibt keine „guten“ oder „schlechten“ Antworten. Alle Angaben werden vertraulich behandelt. Je ehrlicher die Beantwortung erfolgt, desto präziser fällt das Ergebnis aus.


  1. Ich lasse mich leicht umstimmen.

  2. Ich vermeide es, Personen zu korrigieren, die unbegründete Behauptungen äußern.

  3. Mir wird so viel Mitgefühl und Sympathie entgegengebracht, wie es angemessen erscheint.

  4. Mitunter besteht die feste Überzeugung, dass andere wissen, woran ich denke.

  5. Zeitweise besteht eine starke Überzeugung eigener Wertlosigkeit.

  6. Es hat nie Konflikte mit dem Gesetz gegeben.

  7. Häufig werden Zahlen ohne persönliche Bedeutung behalten (z. B. Kfz-Kennzeichen).

  8. Ich reagiere empfindsamer als die meisten anderen.

  9. Es besteht der Eindruck, dass das Schicksal wenig günstig ist.

  10. Häufig wird rückgemeldet, dass ein reizbares Temperament vorliegt.

  11. Die Geduld mit anderen geht leicht verloren.

  12. Es gibt keine Personen, die ernsthaft Schaden zufügen wollen.

  13. Mitunter ist das Hörvermögen so geschärft, dass es störend wirkt.

  14. Ohne ablehnende Einstellungen anderer wären deutlich größere Lebensziele erreichbar gewesen.

  15. Häufig wird die Straßenseite gewechselt, um einer unerwünschten Begegnung auszuweichen.

  16. Bei törichten Äußerungen oder Unwissenheit wird versucht, den Irrtum zu erklären.

  17. Zeitweise entsteht das Gefühl, vor einer unüberwindbaren Vielzahl von Schwierigkeiten zu stehen.

  18. In der Herkunftsfamilie gibt es sehr nervöse Personen.

  19. Wenn andere für eigene Misserfolge verantwortlich sind, bleiben diese nicht folgenlos.

  20. Es wird eingeräumt, dass gelegentlich wegen Kleinigkeiten Sorge entsteht.

  21. Bei Angeboten zur Diskussion oder Meinungsäußerung in vertrauten Themenfeldern erfolgt dies ohne Scheu.

  22. Freundeskreis wird häufig scherzhaft aufgezogen.

  23. Im Verlauf des Lebens hat sich die Einstellung zum eigenen Beruf mehrfach verändert.

  24. Es gab häufige Arbeitssituationen unter Leitung von Personen, die Erfolge sich zuschrieben und Fehler anderen anlasteten.

  25. Ein Raum mit bereits Anwesenden wird ohne Furcht betreten.

  26. Es entsteht der Eindruck, besonders häufig unfair behandelt zu werden.

  27. Es entsteht der Eindruck, besonders häufig unfair behandelt zu werden.

  28. Eigene Pläne erschienen oft so schwer umsetzbar, dass darauf verzichtet wurde.

  29. Häufig treten Zerstreutheit und Vergesslichkeit auf.

  30. Phasen schlechter Stimmung kommen selten vor.

  31. Es bestünde eine Präferenz für die Zusammenarbeit mit bestimmten Personen.

  32. Das größte Wohlbefinden stellt sich beim Alleinsein ein.

  33. Häufig treten Träume auf, über die man besser nicht spricht.

  34. Eigene Überzeugungen und Ansichten gelten als unerschütterlich.

  35. Es besteht eine nervöse und leicht erregbare Verfassung.

  36. Starkes Ärgernis entsteht, wenn Ablageorte von Gegenständen vergessen werden.

  37. Tätigkeiten, die hohe Aufmerksamkeit erfordern, werden gern ausgeführt.

  38. Mitunter ist die innere Erregung so stark, dass ruhiges Sitzen schwerfällt.

  39. Gelegentlich treten Gedanken auf, die als unangemessen erlebt werden und nicht geteilt werden sollen.

  40. Mitunter werden Baldrian, Anxiolytika oder andere Beruhigungsmittel eingenommen.

  41. Es besteht ein hohes Maß an Beweglichkeit.

  42. Gegenwärtig fällt es schwer, auf nennenswerte Lebenserfolge zu hoffen.

  43. Zeitweise entsteht das Gefühl, einem Nervenzusammenbruch nahe zu sein.

  44. Einmal wöchentlich oder häufiger treten Zustände von Erregung und Unruhe auf.

  45. Die Anpassung an neue Lebens-, Arbeits- oder Lernbedingungen fällt sehr schwer und wird als kaum erträglich erlebt.

  46. Kopfschmerzen treten häufig auf.

  47. Es wurde ein ungesunder Lebensstil geführt.

  48. Alkoholische Getränke werden in moderaten Mengen konsumiert oder gar nicht.

  49. Häufig wird in traurige Gedanken versunken.

  50. Im Vergleich zu anderen Familien wird wenig Liebe und Wärme erlebt.

  51. Stimmungsschwankungen treten häufig auf.

  52. In Gegenwart anderer werden mitunter sehr ungewöhnliche Dinge wahrgenommen.

  53. Es besteht die Überzeugung, häufig zu Unrecht bestraft worden zu sein.

  54. Das Hinabblicken aus großer Höhe löst Angst aus.

  55. Es gab Zeiten, in denen über Tage oder Wochen keine Tätigkeit aufgenommen werden konnte, da der Antrieb fehlte.

  56. Täglich wird ungewöhnlich viel Wasser getrunken.

  57. Es traten Phasen auf, in denen Handlungen erfolgten, an die später keine Erinnerung bestand.

  58. Beim Versuch, etwas zu tun, wird häufig Zittern der Hände bemerkt.

  59. Es besteht der Eindruck eines unausweichlichen Schicksals.

  60. Es gibt Phasen intensiver Unruhe, in denen ruhiges Sitzen nicht möglich ist.

  61. Zeitweise entsteht der Eindruck verlangsamter geistiger Tätigkeit.

  62. Es besteht das Gefühl, Eindrücke intensiver wahrzunehmen als andere.

  63. Mitunter tritt ohne erkennbaren Anlass eine Phase außergewöhnlicher Heiterkeit auf.

  64. Manche Themen lösen so starke Betroffenheit aus, dass darüber kaum gesprochen werden kann.

  65. Gelegentlich versagen die Nerven.

  66. Häufig entsteht das Gefühl, dass die Umgebung unwirklich ist.

  67. Beim Hören von Erfolgen nahestehender Personen entsteht das Gefühl eigenen Scheiterns.

  68. Mitunter drängen sich negative, teils sehr belastende Worte auf, von denen man sich kaum lösen kann.

  69. Zeitweise wird Abstand zu bestimmten Personen gehalten, um späteres Bedauern über Worte oder Handlungen zu vermeiden.

  70. Häufig besteht selbst bei günstigen Umständen ein Gefühl von Gleichgültigkeit.